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Wird 2014 das Jahr der PR?

  • 6. März 2014
  • Allgemein
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Vor kurzem hat ein Branchenjournalist Fragen zum Thema PR gestellt, die mir wieder einmal gezeigt haben, dass PR immer noch als eine Disziplin gesehen wird, die mit viel Bauchgefühl und ein bisschen Kommunikationstalent bewältigt werden kann. Das Wissen, dass PR einen konkreten Wertschöpfungsbeitrag leistet, vor allem auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht, ist noch viel zu wenig verbreitet. Dabei bin ich überzeugt, dass 2014 das Jahr der PR wird, da wir erstens am meisten mit dem aktuellen Thema ‚Content‘ in Verbindung stehen und zweitens als einzige Disziplin über Methoden verfügen, den Beitrag zum Unternehmenserfolg in betriebswirtschaftlichen Kennzahlen darszustellen und damit messbar zu machen. Aber ich will Ihnen nicht meine Antworten an jenen Journalisten vorenthalten, der wissen wollte, was PR ist und ob man den Erfolg messen kann:

Was ist PR?

Ich möchte mit der Frage, was macht PR aus? – beginnen und gleich Wazlawik zitieren: Ich kann nicht nicht kommunizieren. Ich stehe als Unternehmen ohnehin im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit – heute mit den Möglichkeiten von Social media noch mehr als früher. Die entscheidende Frage ist nur, wie weit nehme ich als Unternehmen selbst Einfluss auf dieses Bild, das sich die Öffentlichkeit von mir macht, und von dem es entscheidend abhängt, ob ich vertrauenswürdig bin, ob ich gute Mitarbeiter an mich binde und letztendlich: ob meine Produkte gekauft werden.

Denn bei PR geht es um Public Relations – also Beziehungsarbeit mit allen meinen Stakeholdern. Medienarbeit ist nur eine Teildisziplin, viel wichtiger ist es in den vergangene Jahren geworden, die Reputation zu managen, vor allem in den Sozialen Medien, entsprechend zielgerichteten Off- und Online-Content zu produzieren und letztendlich beratend tätig zu sein, wie ich mit Hilfe der Kommunikation mein Unternehmensziel erreichen kann. Diese Aufgaben, die von vielen im PRVA tätigen Agenturen professionell durchgeführt werden, können nicht intuitiv oder mit Bauchgefühl erledigt werden. Das wäre so, als überließe ich es irgendeinem Bekannten von mir, mich von meinem Blinddarm zu befreien, nur weil er ein sehr einfühlsamer Mensch ist.

Zur heutigen PR gehört eine profunde Ausbildung nicht nur zu Kommunikations-Theorien, Medienphänomenen und Kundenverhalten, sondern auch zu Projektmanagement, Controlling Methoden und Unternehmensführung. Alleine wenn Sie einen Blick auf die Ausbildungen und Arbeitskreise des PRVA werfen http://www.prva.at/prva-arbeitskreise/ , dann sehen Sie mit welcher Professionalität hier geforscht und weiterentwickelt wird und das Wissen über Public Relations sehr wohl in Ergebnisse und Lehreinheiten gebündelt werden kann. Dieses Know-how ist die Basis erfolgreicher PR. Und damit komme ich zu Frage 1: PR oder das Managen der öffentlichen Wahrnehmung eines Unternehmens ist dann erfolgreich, wenn es das Erreichen des Unternehmensziels unterstützt hat. Das bedeutet, ich muss PR an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen messen, und darstellen können, welchen Einfluss die PR auf ein bestimmtes Ziel hat. Das gelingt mit dem sogenannten Kommunikations-Controlling, bei dem es nicht nur um die Evaluierung einzelner Maßnahmen geht, sondern um den wirtschaftlichen Gesamterfolg eines Unternehmens, also konnten Umsatz, Rentabilität, etc. gesteigert werden.

Controlling-Methoden

Dazu gibt es das Wirkungsstufenmodell, das der DPRG gemeinsam mit dem Internationalen Controllerverband (ICV) entwickelt hat und das wir im Arbeitskreis des PRVA als Basis genommen haben, um eine Toolbox bereitzustellen http://www.prva.at/prva-arbeitskreise/aktive-arbeitskreise/ak-wertschoepfung/ . Diese Toolbox ist flexibel einsetzbar und evaluiert anhand von zu definierenden Kennzahlen verschiedene PR Maßnahmen. Das wiederum lässt sich dann in ein Gesamt-Controlling System integrieren und zeigt letztendlich den betriebswirtschaftlichen Nutzen von PR. Damit ist dann auch klar bewiesen – Kosten für PR sind keine Ausgaben sondern eine Investition.

Derzeit sind wir dabei, das Wissen über diese Controlling-Methoden sowohl innerhalb der Branche als auch bei Unternehmen noch bekannter zu machen, da uns eine im Sommer durchgeführte Studie gezeigt hat, dass PR-Erfolg zumeist immer noch mit der Anzahl der erreichten Clippings gleich gesetzt wird. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg, da uns die Studie auch gezeigt hat, dass das Bedürfnis nach geeigneten Methoden, die die Wertschöpfung von Kommunikation beweisen, sehr groß ist. Und was gibt es Erfreulicheres, als wenn wir vom PRVA diesem Bedürfnis bereits Rechnung getragen haben und die geeigneten Tools und Methoden anbieten können.

Messen und Steuern Sie Ihre Kommunikation!

Das war meine Antwort, die aber auch für viele Unternehmen, die PR einsetzen oder es planen, vielleicht eine Hilfestellung geben. In diesem Sinne setzen Sie im kommenden Jahr auf entsprechende Erfolgsmessungen für Ihre Kommunikation!

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