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PR und Marketing – eine Hassliebe?

  • 1. Juli 2014
  • Allgemein
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Welche Rolle spielt die PR im Marketing? Und will sie sich dort überhaupt etablieren? Eine interessante Diskussionsrunde vergangene Woche in Cannes, moderiert vom Holmes Report, hat mit Aussagen dazu aufhorchen lassen. Dabei zeigte sich, dass alle Beteiligten  – Werber, PR-Leute und Unternehmensvertreter – sich weiterhin in ihrer Branchensicht einzementieren, was die zukünftige Bedeutung der PR anbelangt, obwohl genau das Gegenteil verlangt wurde. Kollaboration, agenturübergreifende Zusammenarbeit und gemeinschaftliche Konzepte werden als Erfolgsmodelle beschrieben, in der Praxis geht es aber wie schon seit Jahren darum, wer den Lead und damit auch die Hoheitsgewalt über das Budget hat. Vielfach aus Unverständnis, was PR eigentlich kann, landen PR-Ideen beim Marketing und werden dort als zusätzliches Instrument, das wenig bis gar nichts kosten soll, eingesetzt.

Dabei herrscht mittlerweile Konsens darüber, dass die Macht der Earned Media und der Wunsch der Konsumenten nach Authentizität, Content und Reputation nach Maßnahmen verlangen, die die Public Relations im besten Sinn des Wortes erfüllen kann und schon immer erfüllt hat. Andererseits scheint es in der Natur der PR zu liegen, dass sie sich ausführlich mit ihrer eigenen Definition beschäftigt, anstatt mit einer Selbstverständlichkeit ihren Teil zum Unternehmenserfolg beiträgt. Die Frage ist, ob das immer durch Marketing und Vertrieb erfolgen muss?

In der Diskussion wird kritisiert, dass sich die PR bereits vor 20 Jahren vom Marketing getrennt hat uns sich als Managementaufgabe versteht. Liegt darin das große Missverständnis und tragen wir selbst dazu bei, indem wir immer von Strategie und nie von Verkauf sprechen?  Genau darin liegt aber auch die große Chance, endlich zu einer Definition zu kommen, an der wir festhalten können. Ja, es geht um Strategie. Und ja, es geht um Vertriebsunterstützung. Aber das eine schließt das andere nicht aus, wenn vorab ein Ziel klar definiert ist. Das ist letztendlich natürlich oft monetär ausgedrückt, aber da Konsumenten Marken nicht mehr isoliert sehen, sondern verstärkt in einem gesellschaftlichen und unternehmerischen Umfeld wahrnehmen, kann ich nicht mehr isolierte Marketingmaßnahme setzen, sondern ein ganzheitliches Management der Reputation betreiben. Und das ist eine Management- und Führungsaufgabe, die der PR obliegt. Und noch etwas haben wir voraus: wir können diesen Beitrag auch in Kennzahlen und mit Reportingsystemen darstellen, die weit über Reichweiten und Kontaktzahlen hinausgehen.

Wie sagt David Gallagher, CEO, Ketchum EMEA in der Diskussion über die Zukunft der PR: “What we do is a powerful righteous thing to connect organisations with their employees, customers, organisations, communities. If we start with that, we’ll end up with a better outcome.“ Tun wir das nicht schon die ganze Zeit?

Lesen Sie hier die ganze Zusammenfassung der Diskussion:

 http://www.holmesreport.com/featurestories-info/15133/Cannes-2014-PRs-Battle-For-Marketing-Relevance.aspx#sthash.mKgwWXps.dpuf

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